Websites von der Stange

Digital Insights zum WordPress-Theme Blocksy als Alternative zum Homepage-Baukasten

Karsten Buth, 5. Februar 2022

Vollständig individuelle Websites bedeuten viel Aufwand können in der Umsetzung teuer werden. Auch Digitalstrategen und Webentwickler erkennen immer öfter: Nicht für jedes Unternehmen ist der Internetauftritt nach Maß die richtige Wahl. Oft reicht auch das Modell von der Stange.

Inhalt dieses Beitrags

1. Homepage-Baukästen: Mehr Fluch als Segen

2. WordPress mit Page-Buildern: Eine Alternative mit Tücken

3. WordPress und der Gutenberg-Editor: Ohne Code zur performanten Website

4. WordPress-Theme Blocksy: Ein Theme, viele Möglichkeiten

5. Das Wichtigste in Kürze

6. missing link erstellt Websites mit WordPress und Blocksy

Homepage-Baukästen: Mehr Fluch als Segen

Auf den ersten Blick scheinen für Anwendungsfälle, in denen ein simpler Internetauftritt umgesetzt werden soll, die Anbieter von Homepage-Baukästen interessant. Bekommt man hier nicht recht kostengünstig, was ein kleines oder mittelständisches Unternehmen zur Darstellung im Web braucht?

Zunächst scheinen Baukastensysteme tatsächlich viele Anpassungen zuzulassen und bestechen durch eine Aufzählung möglicher Optionen. Schnell wird aber klar: Baukästen sind nicht geeignet, vorab erstellte Web-Layouts 1:1 umzusetzen. Sie lassen außerdem nur eingeschränkt zu, Darstellungen für die Endgeräte (Smartphone, Tablet, Notebook etc.) zu verändern. Damit kann und muss leben, wer sich für eine Lösung auf Basis eines Homepage-Baukastens entscheidet.

Weniger bekannt ist, dass der im Hintergrund automatisiert entstehende Quellcode häufig alles andere als performant ist und mit schlechten Ladezeiten auch für ein schlechtes Google-Ranking sorgen kann.

Wer so etwas im laufenden Betrieb bemerkt und ändern will, steht vor dem nächsten Problem: Die Migration von einem Homepage-Baukasten zu einem anderen Anbieter oder in ein eigenes CMS ist mit vielem Fallstricken verbunden.

Niedrige initiale Kosten, einfache Pflege ohne Programmieraufwand und die Aussicht darauf, möglichst schnell zur eigenen Website zu kommen: All das verführt kleine und mittelständische Unternehmen regelmäßig dazu, sich für diesen Weg zu entscheiden.

Was passiert aber, wenn der Anbieter die Preise erhöht, doch besondere Features oder Gestaltungsanpassungen zu einem späteren Zeitpunkt gewünscht werden, kaum jemand den Internetauftritt bei Google findet und auch deswegen der Umzug notwendig wird?

Zum Glück gibt es attraktive Alternativen, die die Verwendung von Homepage-Baukästen beinahe überflüssig machen.

WordPress mit Page-Buildern: Eine Alternative mit Tücken

Eine empfehlenswerte Alternative zum gemieteten Homepage-Baukasten ist die Verwendung des Blog- und Content-Management-Systems WordPress auf einem eigenen Webspace.

WordPress ist das weltweit beliebteste CMS und hat einen Marktteil von fast 40 Prozent unter Websites, die mit einem CMS betrieben werden. Es wird stetig weiterentwickelt, hat einen hohen Funktionsumfang, vergleichsweise geringe Anforderungen an den Webserver und steht kostenfrei zur Verfügung.

Wer sich heute für WordPress als System entscheidet, muss morgen keine Sorge haben, Entwickler zu finden, die mit diesem System arbeiten können. Das sieht bei so manch anderem System oder Baukasten ganz anders aus.

Den eigenen Internetauftritt auf einem Webserver (egal ob virtuell oder dediziert) zu betreiben, stärkt übrigens Ihr Hausrecht: Sie entscheiden, welches System Sie nutzen, wann und wie viele Inhalte Sie veröffentlichen und mit welchen Dienstleistern Sie daran arbeiten wollen. Kurz: Sie werden zukunftsfähiger, weil Sie auf sämtliche Eventualitäten reagieren können und – abgesehen vom Hosting – nicht von einem einzigen Anbieter abhängig sind.

WordPress ist auch deswegen eine gute Wahl, weil das System von Haus aus bereits einige grundsätzliche Funktionen mitbringt, die bei der Suchmaschinenoptimierung hilfreich sind. Darüber hinaus gibt es eine große Anzahl kostenfreien und kostenpflichtigen Erweiterungen, mit denen auch nach dem Launch funktionale Updates vorgenommen werden können.

Die WordPress-Entwicklergemeinde hat auf den Erfolg von Baukastensystemen anfänglich mit einer eigenen Lösung reagiert: Page-Builder. Darüber verstehen sich Plugins wie Elementor oder Themes wie Divi, die sehr ähnliche Funktionsweisen bieten: Ohne technisches Wissen können Redakteure Elemente und Inhalte auf einer Seite platzieren.

Damit scheint eine WordPress-Installation mit der Verwendung von Page-Buildern die Einfachheit von Baukastensystemen mit den Vorteilen einer erweiterbaren, deutlich besser individualisierbaren und selbstgehosteten WordPress-Installation vereinen zu können. Und das stimmt zu großen Teilen auch. Aber: Tools wie Divi und Elementor erzeugen noch immer deutlich zu komplexen Quellcode und sind wesentlich weniger performant als ein WordPress ohne diese Hilfswerkzeuge.

WordPress und der Gutenberg-Editor: Ohne Code zur performanten Website

mit der WordPress-Version 5.0 wurde ein neuer Standard-Editor beim CMS eingeführt: Der Gutenberg-Editor. Grob gesagt erlaubt Gutenberg viel von dem, was Divi und Elementor bereits zuvor abzubilden versuchten: Das Erstellen von Seiten durch das Zusammensetzen unterschiedlicher Blöcke.

Gutenberg ist bereits in den Core von WordPress integriert und zeigt herausragende Eigenschaften in der Suchmaschinenoptimierung: Der erstellte Code ist klein, performant und nahezu fehlerfrei.

Wie schön wäre es jetzt, wenn es ein Theme gäbe, dass die Vorteile von Gutenberg so zu nutzen weiß, dass es gar keine Page-Builder oder Baukästen mehr bräuchte? Und tatsächlich gibt es das: Blocksy. Ein Theme, dessen Grundeinstellungen für Smartphones, Tablets und Desktop-Computer im WordPress-eigenen Customizer vorgenommen werden können.

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WordPress-Theme Blocksy: Ein Theme, viele Möglichkeiten

Das wichtigste Argument für Blocksy* ist seine Performance. Wo Page-Builder- und Baukasten-Websites regelmäßig schlecht abschneiden, überzeugt das Theme ohne Einschränkungen. In einer Untersuchung des Theme-Marktplatzes ThemeIsle gehört Blocksy sogar zu den zehn schnellsten WordPress-Themes überhaupt.

Darüber hinaus beeindruckt auch der Funktionsumfang. Blocksy integriert für jedes Element ein responsives Webdesign, bietet das lokale Ausliefern von Google-Fonts an, ermöglicht anonymisiertes Google-Tracking und das Erstellen individueller 404-Fehlerseiten und ist vollständig kompatibel mit dem WordPress-Shopsystem WooCommerce.

Das WordPress-Theme Blocksy gibt es als kostenfreie Basis- und als kostenpflichtige Pro-Version. Beide werden sehr regelmäßig durch die Entwickler aktualisiert.

Bereits in der frei verfügbaren Basis-Version erlaubt Blocksy die Verwendung und Veränderung von sogenannten Starter-Sites*: Gestaltete Templates mit Demo-Inhalten, die verschiedene Inhaltstypen und Features anschaulich machen und die Erstellung einer Website erleichtern.

WordPress Blocksy - Starter Sites

Auszug aus der Starter Sites-Galerie: Gestalterische Vielfalt auf Basis eines einzigen WordPress-Themes

Für überschaubare Websites ohne große Anforderungen an die Funktionalität reicht oftmals die kostenfreie Version von Blocksy aus.

An vielen Stellen bietet allerdings Blocksy Pro interessante Features, die den Preis von 49 US-Dollar pro Jahr und Lizenz* uneingeschränkt wert sind. Im Vergleich zu den jährlichen Kosten für einen Homepage-Baukasten muss sich das Produkt keinesfalls verstecken. Die Kombination aus Hosting + WordPress + Blocksy Pro ist sogar günstiger als die Komplettangebote vieler Baukastenanbieter.

Für die einmalige Zahlung von 149 US-Dollar kann sogar eine unbefristete Lizenz erworben werden. In jedem Fall gilt von Seiten des Herstellers das faire Garantie-Versprechen: Bei Nichtgefallen wird innerhalb von vierzehn Tagen nach dem Kauf der volle Kaufpreis erstattet.

Das Wichtigste in Kürze

Was spricht gegen Homepage-Baukästen?

Homepage-Baukästen lassen gestalterische und technische Individualisierungen nur sehr eingeschränkt zu. Nicht selten sieht man einer Website schon an, mit welchem Baukasten sie erstellt wurde. Viel wesentlicher: Die erstellten Seiten leiden oft unter einer eingeschränkten Performance und laufen damit auch Gefahr, bei Google weniger sichtbar zu sein.

Welche Nachteile haben Page-Builder in WordPress?

WordPress bringt ab Version 5.0 im Core mit dem Gutenberg-Editor ein eigenen Content-Editor mit. Im Gegensatz zu Page-Buildern, die auf Plugins oder eigenen Themes aufbauen, erzeugen Inhaltsblöcke, die mit Gutenberg erstellt werden, schlanken und damit performanten Quellcode. Es ist daher nicht mehr notwendig, die code-gewaltigen WordPress-Helfer zu verwenden. Besser sind Lösungen, die direkt die Vorteile von WordPress und dem Gutenberg-Editor zu nutzen wissen.

Welche Vorteile hat das WordPress-Theme Blocksy?

Das WordPress-Theme Blocksy ist für Websites ohne ausgeprägten Individualitätsanspruch eine sehr gute Wahl und in Hinblick auf Zukunftssicherheit, Suchmaschinenoptimierung, Ladezeiten und Betriebskosten die deutlich bessere Alternative zu einem Homepage-Baukasten.