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SEO für WordPress

Bessere Sichtbarkeit dank gezielter WordPress-Optimierungen

Karsten Buth, 17. März 2022

„Google liebt WordPress“ – so lautet eine auch in SEO-Kreisen noch weit verbreitete Halbwahrheit. Selbst wenn schon allein die Verwendung von WordPress pauschal eine bessere Sichtbarkeit bei Google bringen würde: Weil WordPress mit seinen Marktanteilen mittlerweile eher die Regel als eine Ausnahme darstellt, glichen sich vermeintliche Vorteile gegenüber den Wettbewerbern größtenteils aus. Tatsächlich ist es Google aber grundsätzlich gleichgültig, womit eine Website umgesetzt wird.

Inhalt dieses Beitrags

1. WordPress allein ist kein Ranking-Faktor für Google

2. Suchmaschinenoptimierung (SEO) funktioniert überall gleich

3. Warum WordPress und SEO gut zusammenpassen

4. SEO für WordPress: On-Page-Optimierungen

5. Das Wichtigste in Kürze

6. missing link leistet SEO für WordPress-Websites

WordPress allein ist kein Ranking-Faktor für Google

Zum Start im Jahr 2003 war WordPress kein wirkliches Content-Management-System. Es wurde in den Anfangsjahren genutzt, um Blogs – privat und beruflich – umzusetzen. Genau dafür eignet sich das System noch immer, doch sind in den Jahren viele weitere Möglichkeiten hinzugekommen. Unternehmen und Organisationen nutzen WordPress heute nicht mehr nur für ihre Unternehmenspräsentationen, sondern auch für Online-Shops, Bewertungsplattformen und Communities.

Es gibt viele Gründe für die Verwendung von WordPress: die weltweit aktive Entwicklergemeinde, die modulare Erweiterbarkeit durch Plugins, die einfache Handhabung für Redakteure oder die weite Verbreitung und damit zu vermutende Zukunftssicherheit.

Nicht selten wird in Unternehmen eine Entscheidung für WordPress auch mit SEO-Maßnahmen begründet. In der Vergangenheit mag es tatsächlich Phasen gegeben haben, bei denen die Verwendung von WordPress „out of the box“ mit professionell vorgefertigten Themes zu Sichtbarkeitsverbesserungen in der Google-Suche geführt hat. Was daran gelegen haben dürfte, dass im Quellcode der Themes semantisch korrektes HTML und ein SEO-taugliches Markup verwendet wurde.

Von Haus aus hat WordPress keine Vorteile gegenüber anderen bekannten Content-Management-Systemen wie beispielsweise TYPO3 oder Drupal. Es gibt keinen Ranking-Faktor bei Google, der den Einsatz von WordPress erkennt und allein dies in irgendeiner Form belohnt.

43 % aller Websites verwenden WordPress. WordPress wird von mehr Bloggern, Kleinunternehmen und Fortune‑500‑Unternehmen genutzt als alle anderen Anbieter zusammen.

WordPress.com

Suchmaschinenoptimierung (SEO) funktioniert überall gleich

Für die Position einer Webseite in den Google-Suchergebnissen ist das verwendete Content-Management-System unwichtig. Entscheidend ist der Quellcode der an den Nutzer – und an die Robots der Suchdienste – ausgelieferten Seiten und die Performance, mit der diese Seite geladen, angezeigt und genutzt werden kann.

Die Parameter der Suchmaschinen-Optimierung bleiben damit systemübergreifend gleich. Unter anderem: Wie sorge ich für einen schlanken, semantisch korrekten Quellcode? Welche Markup-Angaben helfen Google beim Verstehen der Inhalte? Wie sorge ich für schnelle Ladezeiten?

Warum WordPress und SEO gut zusammenpassen

Nur durch die bloße Verwendung von WordPress sind in Sachen SEO also keine Vorteile zu erwarten. Aber weil das System eben so weit verbreitet ist, haben sich schon viele Entwickler zuvor mit der Frage befasst, mit welchen gezielten Maßnahmen, einer WordPress-Website zu mehr Sichtbarkeit verholfen werden kann.

Aus diesem Grunde finden sich im Netz viele nützliche Tipps für die Konfiguration von WordPress. Darüber hinaus gibt es eine überwältigende Auswahl an Plugins, die bei typischen SEO-Aufgaben helfen.

Damit lassen sich in WordPress erstaunliche Verbesserungen umsetzen, ohne dass dazu immer eigene Entwickler-Kompetenzen benötigt werden.

Natürlich gibt es auch für andere Systeme wertvolle Ergänzungen und gute SEO-Tutorials. Das geteilte Wissen und die Möglichkeiten der Optimierungen durch SEO-Plugins sind für WordPress aber deutlich ausgeprägter. Kein Wunder: Für kein anderes System gibt es so viele Anwendungsfälle und Erfahrungswerte.

SEO für WordPress: On-Page-Optimierungen

Ein wesentlicher Ranking-Faktor ist die Ladezeit (PageSpeed) einer Webseite. Google möchte seinen Nutzern gut nutzbare Ergebnisse präsentieren, um als Suchdienst weiterhin die höchste Relevanz zu behalten. Aus diesem Grunde werden Websites in der Sichtbarkeit abgestraft, die durch einen langsamen Webserver und/oder ungewöhnlich große Dateien lange benötigen, eine Seite vollständig an den Besucher zu übermitteln.

Für die Steigerung der Performance von WordPress-Auftritten stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Sie reichen von Caching-Lösungen, über Bildoptimierungs-Tools bis hin zur Auslagerung von Dateien auf leistungsstarke Webserver (CDN).

Aber auch ohne die Verwendung von Plugins gibt es einige Einstellungen im WordPress-Backend, mit denen eine Website suchmaschinenfreundlich gemacht werden kann.

In der Standard-Installation von WordPress verwendet das System keine sprechenden URLs, sondern erzeugt für Unterseiten recht kryptische Einträge. So kann eine Seite über „Ihre Ansprechpartner in Hamburg“ standardmäßig unter www.ihredomain.de/?p=12 erreichbar sein. Schöner – nicht nur für Suchmaschinen – wäre aber die URL www.ihredomain.de/ansprechpartner-hamburg. Ändern können Sie dieses Verhalten im Bereich „Einstellungen > Permalinks“.

Übrigens: Nicht selten wird eine WordPress-Website versehentlich unsichtbar, weil im Backend im Bereich „Einstellungen > Lesen“ die Sichtbarkeit für Suchmaschinen deaktiviert wurde.

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Stellschrauben, mit denen SEO-Optimierungen erreicht werden: Eine interne Linkstruktur über Kategorien, Tags und Querverlinkungen, der Einsatz von Rich Snippets und die Verwendung eigenständiger SEO-Plugins mit sehr detaillierten Optionen.

Gerade für Plugins wie Yoast SEO, All-in-One-SEO oder RankMath gilt aber: Wirkungsvoll sind diese Tools nur in den Händen von Experten, die wissen, was die dortigen Einstellungen tatsächlich bewirken. Im schlimmsten Fall kann die SEO-Arbeit viel zu schnell auch kontraproduktiv sein.

Unabhängig von technischen On-Page-Optimierungen entscheidet natürlich vor allem auch der Content einer Website über die Auffindbarkeit einer Website zu bestimmten Suchbegriffen. Ein WordPress-Auftritt sollte so strukturiert sein, dass sich sowohl Besucher als auch die Suchmaschinen leicht zurechtfinden. Zu einer solch optimierten Usability gehört vor allem eine flache und verständliche Menüstruktur.

WordPress - Suchmaschinen ausschließen

Wird im WordPress-Backend ein Haken bei dieser Option gesetzt, bleibt die gesamte Website für Google & Co, unsichtbar.

Das Wichtigste in Kürze

Liebt Google WordPress?

Die Nutzung einer Basis-Installation von WordPress ohne weitere Optimierungen bringt keine Vorteile gegenüber anderen Systemen. es gilt: Websites müssen für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen optimiert werden. Mit WordPress – aber auch mit anderen Systemen – ist es möglich, solche SEO-Optimierungen umzusetzen. Das verwendete System selbst verschafft keine Vor- oder Nachteile für das Ranking zu wichtigen Suchbegriffen.

Warum ist WordPress eine gute Ausgangsbasis für Suchmaschinenoptimierung?

WordPress bietet als modular erweiterbares Content-Management-System viele Möglichkeiten, um wirkungsvolle SEO-Maßnahmen umzusetzen. Die aktive Entwicklergemeinde stellt Plugins zu Website-Caching, Bildoptimierungen, Meta-Angaben, Rich Snippets und vielen weiteren SEO-relevanten Komponenten zur Verfügung.

Was ist bei der Nutzung von SEO-Plugins für WordPress zu beachten?

Plugins wie Yoast SEO, All-in-One-SEO oder RankMath bieten umfassende Konfigurationsmöglichkeiten. Aber nicht alle der dort möglichen Einstellungen helfen einer Website. Bei falscher Handhabung kann es sogar zu Verschlechterungen im Ranking bis hin zur Deindexierung von Inhalten kommen.